Ein Woche davor hatte Sandro ein dickes Bein und hat gar nicht mehr
aufgetreten der Tierarzt diagnostizierte ein Einschuß und behandelte
auch so.
So weit so gut, das Bein ist nach und nach abgeschwollen und es sah
alles
recht gut aus.
Bis ich an dem Freitag 27.11 von Nachbarn des Stalles ein Anruf bekommen
habe
das ein Pferd wie ein Elch röhrt ich habe sofort alles stehen
und liegen
gelassen und bin zum Stall gefahren wo schon Mandy, ein Mädchen das bei
uns auch ein Pferd hatte schon
auf mich wartete.
Nun, Sandro stand da und röhrte immer beim ausatmen so
laut das
es wirklich bis zur Straße zu hören war.
Ich habe nicht lange gezögert und sofort den nächsten Tierarzt
angerufen
und es zu einem Notfall gemacht weil ich merkte das er akute Atemnot hatte die am Telefon
sagte das sofort einer kommt.
Dann hieß es warten denn auch wenn er sich sofort ins Auto setzt
braucht er noch 10 Minuten.
Ich holte für Sandro ein Halfter und führte ihn aus seiner
Box und wollte ihn vor dem Stall
anbinden da der Tierarzt ja sofort kommen wollte.
Langsam wurden seine Schleimhäute blau und ich dachte erst er
hätte was im Hals sitzen.
Ich habe ihn aber wieder los binden müssen da er unkontrollierte Bewegungen
machte und drohte alles abzureißen. So stand ich da und hielt Sandro
mit aller Kraft fest der immer wilder wurde und mehrmals frontal gegen
die Wand lief, auch mich hatte er fast umgelaufen.
Es ist dann mit mir auf seine Wiese am Zaun lang (unfreiwillig mit
mir dran)
und ist dort das erste mal umgefallen und hat mich dabei durch
den Zaun
gedrückt und lag nun halb auf mir so das mich erst mal Mandy wieder
aufhelfen
mußte, ich wollte gerade wieder mein Handy nehmen, und noch mal
anrufen
damit er sich jetzt was beeilte da kam der Tierarzt auch schon angefahren
sprang aus seinem Auto und er untersuchte ihn schnell
und sagte das er Wasser in der Lunge hatte dann wühlte er so
schnell er
konnte Spritzen und Medikament zum spritzen aus seinem Auto und gab
ihm alles.
Das Blut war schon ganz dunkel rot weil kaum mehr Sauerstoff drin war.
Sandro rappelte
sich wieder auf ging ein paar Schritte und fiel wieder auf die Seite
dann lag
er voll auf der Seite und verdrehte die Augen.
Der Tierarzt sagte: „Er schafft es nicht mehr, ob er ihn einschläfern
soll“
ich willigte ein - aber er brauchte ihm die Todesspritze nicht mehr zu
setzten
denn sein
Kreislauf ist sehr schnell zum erliegen gekommen, und sein Herz hatte vorher
aufgehört zu schlagen........
Ich war völlig fertig, und der Tierarzt sagte noch das es ihm
leid tut das
er es nicht mehr geschafft hatte aber ich hatte so was schon geahnt
das es
zu Ende gehen würde so schnell wirken die Medikamente ja auch
nicht – auch
wenn mich viele trösten wollen, aber ich weiß das er langsam
und qualvoll
erstickt ist und das hatte er nun wirklich nicht verdient.....
Da ja Freitag war, blieb er noch bis Montag
liegen. Erst dann holte
ihn die Tierkörperfirma ab.
Dieser Anblick werde ich nie vergessen und hoffe, das kein Pferd so
sterben muss wie Sandro gestorben ist.
Ich habe ihn wirklich gemocht, und Sandro hat mich bestimmt auch sehr
in sein Pferdeherz geschlossen,
auch wenn ich ihn nur 1 1/2 Jahre gehabt habe. Aber so schnell werde
ich ihn nicht vergessen.
Jetzt ist er schon über 11 Jahre tot - und beim schreiben und lesen dieser Zeilen trifft mich immer noch ein kalter Schauer und tiefe Trauer und meine Augen werden feucht.
Möge er in Frieden ruhen.